Usability und Webdesign Blog

Lösen Browsergames den Handel ab?

Wenn man sich auf dem Spielemarkt mal umschaut, fällt auf daß der Trend sich immer weiter vom Einzelhandel entfernt und zu Browsergames und Internetbasierten spielen übergeht. Dabei kann man zwei Stile ausmachen Klick und Point spiele und Browsergames.

Klick and Point Spiele sind kleine Spiele für die Mittagspause. Dabei geht es meistens um Geschicklichkeit. Man muß eine Aufgabe in einer bestimmten Zeit erfüllen oder Punkte sammeln. Als Beispiel kann das kleine Rennspiel von Kfz.net dienen. Dort soll man drei Runden fahren und mit der schnellsten kann man sich im Highscore eintragen. Solche Online-Spiele benötigen keine Einarbeitungszeit und man muß auch keine Anleitung lesen.

Multiplayer Browserspiele sind die alternative dazu. Ohne große Software-Installation hat man sofort ein tolles spiel (meistens auf Flash und Javscript Basis). Kostenlose Browsergames handeln von Simulationen und Strategie spielen wo etwas gehandelt und aufgebaut werden muß. Zum Beispiel ein Dorf soll mit natürlichen Ressourcen aufgebaut werden oder eine Raumstation die mit anderen Planeten handel betreibt und sich ausdehnt.

Browsergames Beispiel

Online Browsergame Beispiel

Im Vergleich zu Spielen die im Einzelhandel vertrieben werden hat der Benutzer eine deutlich bessere User Experience. Kein vorheriges einkaufen des Spiels nötig, keine langwierige (manchmal problematische) Installation, kein Lizenz- oder Serien-Nummern einzugeben. Man könnte das auch als Offline-Usability bezeichnen. Bei Online-Browsergames kann das Spiel sogar nachträglich erweitert werden und der Hersteller spart sich den Vertreib der Updates. Online-Spiele-Hersteller wie Valve die Ihre Produkte, gegen eine geringe Gebühr, nur noch online vertreiben, sind ein Beweis dafür. Wahrscheinlich werden Computerspiele in Einzelhandel in den nächsten Jahren immer seltener zu sehen sein und das ganze wird online vertrieben. Wenn man an die ganzen Verpackungen und Medien denkt die damals dafür verbraucht wurden, ist das zumindest für den Umweltschutz eine Sinnvolle Lösung.


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5 Kommentare »

  1. Ich denke, beide Arten von Spielen werden nebeneinander bestehen bleiben. Du vergisst, dass eben der Kauf, das Auspacken, die Installation so eine Art Ritual darstellen, die den Spieler das Spiel auch viel mehr wertschätzen lassen. Bei einem Browsergame hat man sich schnell mal angemeldet und es aber auch am nächsten Tag wieder vergessen ;)

    Kommentar: browsergamer – 21. August 2009 @ 00:34

  2. Denke auch, dass die Browsergames keine Konkurrenz zu herkömmlichen über den Einzelhandel vertriebenen Games darstellen. Dafür sind die Zielgruppen zu unterschiedlich…

    Kommentar: Micha – 31. August 2009 @ 11:44

  3. Ich denke schon das es harte Konkurrenz ist. So wie die Spiele heute sind waren sie nie. Ich erinnere mich noch an das erste Browserspiel.

    Kommentar: CIS Factory Webdesign – 17. Februar 2012 @ 22:03

  4. Welches spiel war es denn? Ich habe so um 1999 mal an einem Browser spiel mitgewirkt, da hat man sich aber eigentlich nur von Seite zu seite (bzw. Raum zu Raum) geklickt und hier & Da ein Item aufgesammelt.

    Kommentar: Axel der Autoschieber – 17. Februar 2012 @ 22:05

  5. ich war zu einem pitch einer browsergame-firma eingeladen. es ging um redesign des corporate design *lach*

    und ich hörte dort, dass browsergames den markt übernehmen bzw. die gewinnspannen sehr viel höher sind bei den browsergames und die firmen sich dahin orientieren.
    etwas gleiches habe ich auch gehört bezüglich brettspiele bei einer anderen firma.
    schuld für die eingebrochenen gewinnmargen sind die vertriebskosten an amazon, media markt und co.

    und für user ist es doch viel einfacher ein browsergame zu starten als sich im laden eine clientsoftware zu besorgen, oder?

    ach und noch etwas, ich hab das design für einen software relaunch geliefert. dort hat man auch von client auf browserbsiert umgestellt um dann weniger leistungsfähige workstations zu benötigen und in dem fall millionen zu sparen bei hardware.

    Kommentar: uli thiel – 02. Mai 2012 @ 16:55

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