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Formulare richtig gestalten

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Dieser Artikel beleuchtet die richtige Gestaltung von Onlineformularen und zeigt auf, mit welchen Problematiken man sich hier als Webmaster herumschlagen muss, um sich seine Besucher nicht durch unhandliche Formulare zu vergraulen.

Die Überschrift soll nicht auf einen neuen Hollywood-Streifen aufmerksam machen, sondern den üblichen Formularterror vieler Webseiten anspitzen.Der Dialog zwischen schlecht programmierten und gestalteten Formularen und deren Benutzern geht mit einer klaren Niederlage seitens des Formulares aus. Und an dieser Stelle wird recht oft geschlampt. Es sind Formulare, welche den Dialog zwischen Ihnen und Ihren Besuchern erst ermöglichen. Sehr schnell verprellt man sich wichtiges Feedback oder gar Kunden, sollte hier die Wichtigkeit von sauberen und durchdachten Formularen unterschätzt werden.

Das Continuity-Team hat einige (unschöne) Erfahrungen mit Formularen sammeln können, welche wir natürlich nicht für uns behalten wollen. Diejenigen die sich wundern, warum keine Bestellungen eingehen, oder deren Supportmailbox mit zu vielen unnötigen Anfragen Frust aufkommen lässt sollten die Ohren spitzen!

Denn eines steht fest : Ihre Besucher ärgern sicht nicht mit Formularen herum. Er wird schnell einen anderen Anbieter aufsuchen.

<form action = “nirvana”>

Die Finger melden sich nach 4 Seiten Hardcore selektieren und tippen mit einem milden “ich will nicht mehr”. Das abschließende “Absenden” sollte dann als die Krönung der Arbeit folgen. Den Gesichtsausdruck können Sie sich ja vorstellen, sollte diese Formularattacke auch noch auf ein nicht funktionierendes Script stoßen. In diesem Fall stehen zwei Dinge fest:

1 – Froh darüber sein, dass dieser Besucher nicht gerade zufällig hinter Ihnen steht…
2 – Das Script wurde am besten schon vorgestern wieder in Ordnung gebracht.

Den zweiten strategischen Ausrutscher stellt Javascript als Giftschleuder dar. Wenn möglich sollte man darauf verzichten. Besonders dann, wenn dieses Formular auch noch was verkaufen soll. Es gibt genügend Möglichkeiten mit serverseitig basierten Skripten Dynamik in Formulare zu bringen.

Auf Ballast verzichten.

Ich selbst habe mich schon dabei erwischt, wie sich ein “Reset” – Button in eines meiner Formulare geschlichen hat. Nach dem zweiten erfolgreichen, versehentlichen Klick beim Testen auf genau diesen Resetbutton, wurde mir schon klar was diese HTML-Funktion taugt: NICHTS! Sollten Sie dennoch diesen Button benötigen, achten Sie darauf das dieser reichlich Abstand zum “Submit-Button” hat.

Überblick nicht Chaos

Achten Sie darauf, dass Ihre Formulare übersichtlich bleiben. Grenzen Sie die einzelnen Optionen und deren beschreibenden Text deutlich voneinander ab. Hilfslinien oder eine wechselnde Hintergrundfarbe erleichtern die Zuordnung. Die Beschreibung zu jeder Eingabeoption sollte nicht zu knapp, aber auch nicht zu lang ausfallen. Unsere Erfahrungen mit zu langen Beschreibungen zeigten -> je länger die Beschreibung, desto weniger wird diese gelesen. Sehr oft werden diese nur überflogen und wichtige Informationen gehen schlichtweg verloren. Wenn eine längere Erklärung notwendig ist, bietet es sich an einen Hilfe-Link zu setzen.

Einen weiteren Stollperstein stellen Drop-Down Menüs dar. Ein klassisches Beispiel ist eine Seitennavigation, deren Menüpunkte platzsparend in einem einzeiligen Drop-Down untergebracht sind. Im Laufe der Zeit füllt sich die Menge der Einträge darin und erste Probleme stellen sich ein. Diesen Fall erlebten wir selbst und er äusserte sich durch Supportanfragen, weil bestimmte Einstellungsoptionen schlichtweg nicht mehr gefunden wurden. Auch oft zu finden sind diese auf “size = 1″ getrimmten Menüs mit sehr vielen Einträgen im Web. Wenn es also möglich ist, kommen Sie Ihren Besuchern entgegen, indem Sie Ihre Drop-Downs mehr Zeilen spendieren, sollten sich zu viele Einträge darin befinden.

Mehrseitige Formulare

Oft ist es notwendig, recht viele Daten der Benutzer in Erfahrung zu bringen. Dabei kommen oft “Monsterformulare” heraus welche vermieden werden sollten. Die Benutzer fühlen sich dann eher “erschlagen” und die getätigten Eingaben werden oft lustlos überflogen. Typisches Bespiel: Umfragen. So liegt es nahe, diese Monsterformulare auf mehrere Seiten zu verteilen. Diese Formulare müssen besonders gut durchdacht und umgesetzt werden, da mehrseitige Formulare für die Anwender sehr leicht unüberschaubar wirken. Der Benutzer sollte immer wissen, auf welcher Seite von wievielen er sich befindet. Es gibt Umfragen, die eine halbe Stunde oder mehr Zeit in Anspruch nehmen. Hier ist es wichtig, dass die Anwender zu jeder Zeit abbrechen und später an dieser Stelle nahtlos weitermachen können.

Formvalidierung

Das Abfangen von Fehlern und Falscheingaben und die Abarbeitung der eingebenen Daten stellen den zweiten Teil eines Formulares dar. Besonders das Abfangen von Fehlern des Anwenders ist der Part, an dem sehr viel daneben geht und eine Menge Frust seitens des Anwenders aufkommen lässt.

Zur schlimmsten Sorte der “dummen-Formulare” gehören diese, welche fehlerhafte Eingaben zwar durch eine Fehlerseite mitteilen – diese Fehler aber nicht auflisten. Kommen Sie Ihren Anwendern also entgegen, indem sie alle fehlerhaften Punkte auflisten und einen kleinen Hilfetext dazu bieten, was denn genau falsch eingegeben wurde.

Optimal ist es wenn sie das Formular nocheinmal, an stelle der fehlerseite, anzeigen und die fehlerhaften Stellen markieren. Ein weiteres Entgegenkommen ist es, wenn das Formular mit den bereits eingegeben Angaben in den Values neu angezeigt wird. Typisches Beispiel einer Registrierung -> Lebenswichtige Eingabe vergessen und das Passwort muss wieder zweimal eingegeben werden, sowie der Text für die Eselsbrücke und die 100 zuvor gestellten Drop-Down Menüs.

Ein weiterer Punkt den ich ansprechen wollte ist das Überprüfen von eMail-Adressen. Hier wird es allzuoft und unberechtigterweise mit der Genauigkeit übertrieben. So ist es uns schon passiert, dass recht exotische aber gültige eMail-Adressen von unserem Newsletterskript schlicht und ergreifend als ungültig abgestempelt wurden. In unserem Falle haben uns unsere Besucher freundlicherweise auf diesen Bug hingewiesen, so dass er gefixt werden konnte. Dieses freundliche Verhalten des Besuchers sollte man aber auf keinen Fall als Norm betrachten.

Schauen Sie sich also einmal Ihre Formulare genauer an und beobachten diese mit Hilfe der Logdateien. Sie werden sicher kleinere oder größere Problembereiche finden und dementsprechend für Abhilfe sorgen können. Lassen Sie Ihre Anwender also nicht im Regen stehen. Denn diese sind immer am Drücker und ärgern sich nicht mit Formularen herum!

Es gibt viele Skripts, die Sonderzeichen oder vermeintliche Steuerzeichen nicht akzeptieren und mehr oder weniger unschöne Fehlermeldungen zurückgeben, wenn diese verworfen werden.

Es ist äusserst lästig für die/den Benutzer/in, wenn man das erst erfährt, nachdem man alles ausgefüllt hat! Da solche Fehler ausserdem nicht in die Kategorie “obligatorische Felder nicht ausgefüllt” fällt, werden sie von den Skripts meist auch erst bemerkt, wenn die ganze Geschichte abschmiert… d.h. man muss das Formular erneut ausfüllen, da die gültigen Eingaben nicht gespeichert wurden!

Also: bitte immer hinschreiben, wenn bestimmte Zeichen nicht akzeptiert werden und welche dies sind. oder gleich mit Javascript abfangen und umschreiben.

Autor: Bastian schröder

Weitere Artikel:
Resetfunktion bei Web-Formularen, ja/nein?

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 08. Mai 2007 um 16:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Usability abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Kommentare »

  1. [...] Tipps zum Gestalten eines Webformulars Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 22. Juli 2009 um 14:40 Uhr veröffentlicht und wurde [...]

    Pingback: Usability und Webdesign Blog » Web-Formular gestalten | Blog um Usability und Website Design – 22. Juli 2009 @ 2:40 pm

  2. [...] werden, aber man sollte es mit der Genauigkeit vielleicht nicht übertreiben. Quellen: http://usability-now.com/usability/formulare-richtig-gestalten/ [...]

    Pingback: Online-Formulare und deren Gestaltung… Teil 1 | Kathleen Linke – 22. Oktober 2009 @ 8:52 pm

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